Schon wieder: Forderung nach schärferem Jugendstrafrecht
15. September 2009 von wb@bensberg.deEs war eine brutale Tat, die in München geschehen ist. Ein 50jähriger Familienvater wurde zu Tode geprügelt, als er sich schützend vor Kinder stellt, die gerade Opfer eines Überfalls von drei Jugendlichen wurden.
Die Sache ist noch nicht juristisch aufgearbeitet, da schreien schon wieder einige Popolisten , allen voran der bayrische Innenminister Joachim Herrmann, – nach einer Verschärfung des Jugendstrafrechts. Die Höchststrafe im Jugendstrafrecht soll statt 10, nunmehr auf 15 Jahre angehoben werden. Als ob sich jugendliche Täter im Augenblick der Tatbegehung über ihre mögliche Bestrafung Gedanken machen.
Aber irgendwoher kennen wir das doch. Es war Roland Koch, der vor der Wahl in Hessen ein härteres Jugendstrafrecht gefordert hat. Nach der Wahl verlief alles im Sande. Bald ist Bundestagswahl. Und danach? Die Forderung von Innenminister Herrmann wird genauso von der Bildfläche verschwinden, wie die Forderung nach Erziehungscamps des hessischen Ministerpräsidenten Koch.
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